Jahrzehntelang entschied der Einkauf der Automobilhersteller vor allem nach drei Kriterien: Preis, Qualität und Liefersicherheit. Heute reicht das nicht mehr aus. Die Herkunft von Rohstoffen, hochwertige Rezyklate, CO₂-Bilanzen und Versorgungssicherheit fließen zunehmend in die Entscheidung ein. Der Einkauf entscheidet damit nicht mehr nur darüber, wer liefert – sondern immer häufiger darüber, welche Materialien morgen überhaupt noch verfügbar sind.

Materialkompetenz wird zum Wettbewerbsvorteil

Damit verändert sich die gesamte Wertschöpfung. Rezyklate entwickeln sich vom Nebenprodukt zum strategischen Rohstoff. Der eigentliche Innovationsschub liegt dabei nicht im Recycling selbst, sondern in der Qualität der zurückgewonnenen Materialien. Sie müssen dieselben Anforderungen erfüllen wie Primärrohstoffe – bei Sicherheit, Langlebigkeit und Performance – und gleichzeitig wirtschaftlich konkurrenzfähig sein.

Die wertvollsten Rohstoffe der Zukunft befinden sich deshalb nicht mehr nur unter der Erde, sondern bereits in den Produkten, die wir heute entwickeln und produzieren.

Für Zulieferer entsteht daraus ein neues Geschäftsfeld. Neben Software-, Entwicklungs- und Systemkompetenz wird Materialkompetenz zu einem weiteren entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Wer hochwertige Rezyklate qualifizieren, Materialkreisläufe schließen oder neue Werkstoffe entwickeln kann, verschafft seinen Kunden einen strategischen Vorteil.

Die Batterie macht den Wandel sichtbar

Kaum ein Bauteil steht so sehr für diese Entwicklung wie die Traktionsbatterie. Sie vereint wertvolle Rohstoffe, höchste Qualitätsanforderungen und komplexe Lieferketten in einem einzigen System. Gleichzeitig zeigt sie, wie die Wertschöpfung der Zukunft funktioniert: Batterien werden nach ihrem Einsatz im Fahrzeug zunehmend weiterverwendet, ihre Rohstoffe mit hohen Reinheitsgraden zurückgewonnen und erneut in der Zellfertigung eingesetzt. Kreislaufwirtschaft beginnt dabei bereits bei der Entwicklung der Batterie und begleitet ihren gesamten Lebenszyklus.

Wolfsburg verbindet das gesamte Ökosystem

Kaum eine Region Europas vereint Forschung, Entwicklung, Batteriezellfertigung und Kreislaufwirtschaft so eng wie der Raum Wolfsburg und Salzgitter. Mit Volkswagen, der PowerCo, der Open Hybrid LabFactory, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und zahlreichen Zulieferern ist hier ein einzigartiges Innovationsökosystem entstanden.

Viele dieser Unternehmen und Forschungseinrichtungen prägen auch das Bild der Internationalen Zuliefererbörse (IZB). Andere liegen nur wenige Kilometer entfernt. Wer zur IZB nach Wolfsburg kommt, erlebt deshalb nicht nur eine Leitmesse der Zulieferindustrie, sondern erhält Zugang zu einem Netzwerk, das die Wertschöpfung der Zukunft bereits heute gestaltet.

Road to IZB 2026

Mit der redaktionellen Serie „Road to IZB 2026“ begleitet die Wolfsburg AG als Veranstalter auf OEM&Lieferant die wichtigsten Entwicklungen der internationalen Automobil- und Zulieferindustrie bis zur nächsten Internationalen Zuliefererbörse in Wolfsburg.

Auf der IZB vom 27. bis 29. Oktober 2026 werden diese Themen nicht nur diskutiert, sondern gemeinsam mit den führenden Akteuren der internationalen Automotive-Branche weitergedacht. Wolfsburg wird dabei erneut zum Treffpunkt von Herstellern, Zulieferern, Technologieunternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen – und zum Ort, an dem neue Ideen, Partnerschaften und Lösungen für die Mobilität von morgen entstehen.

Im Mittelpunkt stehen Zukunftstechnologien, Markttrends und die Menschen, Unternehmen und Innovationen, die den Wandel der Branche gestalten.

Weitere Informationen zur IZB 2026 sowie Möglichkeiten zur Teilnahme finden Sie unter: www.izb-online.com

Text und Bild: Wolfsburg AG / IZB