Künstliche Intelligenz ist auf dem Weg vom Innovationsthema zur Selbstverständlichkeit. Sie beschleunigt Entwicklungsprozesse, verbessert die Qualität in der Produktion und macht vorhandenes Wissen jederzeit verfügbar. Für OEMs und Zulieferer entscheidet deshalb nicht mehr die Frage, ob KI eingesetzt wird, sondern wie konsequent sie in die eigene Wertschöpfung integriert wird.
Mit der steigenden Komplexität von Software, Elektrifizierung und vernetzten Fahrzeugen wächst auch die Menge der verfügbaren Daten rasant. Die Herausforderung besteht längst nicht mehr darin, Daten zu sammeln, sondern sie zu beherrschen und sinnvoll zu nutzen. Künstliche Intelligenz wird damit zum Schlüssel, aus Daten belastbare Entscheidungen und einen echten Wettbewerbsvorteil zu machen.
Entwicklung beginnt heute im virtuellen Raum
Die Entwicklungszyklen neuer Fahrzeuge werden immer kürzer. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Software, Fahrerassistenzsysteme und das Software Defined Vehicle kontinuierlich.
Künstliche Intelligenz verlagert immer mehr Entwicklungsschritte in die virtuelle Welt. Simulationen, Softwaretests und Datenanalysen werden automatisiert durchgeführt und liefern in kürzester Zeit belastbare Ergebnisse. Physische Prototypen bleiben unverzichtbar – entstehen jedoch später und deutlich zielgerichteter. Entwicklungsingenieurinnen und -ingenieure gewinnen dadurch Freiräume für die eigentliche Innovationsarbeit.
Die Fabrik wird zum lernenden System
Auch die Produktion verändert sich grundlegend. Moderne Fertigungsanlagen erzeugen heute kontinuierlich Daten über Maschinen, Prozesse und Produktqualität. Erst Künstliche Intelligenz macht daraus verwertbares Wissen. Sie erkennt Muster, Zusammenhänge und kleinste Abweichungen, die für Menschen in dieser Geschwindigkeit kaum noch zu erfassen wären.
Predictive Maintenance erkennt kleinste Unregelmäßigkeiten, bevor daraus Störungen entstehen. Qualitätsabweichungen werden frühzeitig identifiziert und Produktionsprozesse mithilfe digitaler Zwillinge zunächst virtuell optimiert. Die Fabrik reagiert nicht mehr nur auf Fehler – sie lernt kontinuierlich aus ihren eigenen Daten und verbessert sich mit jedem Produktionszyklus.
Wissen wird zum Wettbewerbsvorteil
Künstliche Intelligenz verändert auch die Zusammenarbeit zwischen OEMs und Zulieferern. Entwicklungsprozesse werden enger vernetzt, Entscheidungen schneller getroffen und Wissen dort verfügbar, wo es benötigt wird.
Informationen aus Entwicklung, Produktion und Service lassen sich erstmals intelligent miteinander verbinden. Erfahrungswissen bleibt im Unternehmen, neue Mitarbeitende finden schneller Zugang zu komplexen Zusammenhängen und Projektteams treffen fundiertere Entscheidungen. Wer dieses Wissen schneller verfügbar macht als der Wettbewerb, entwickelt nicht nur effizienter – sondern auch erfolgreicher.
Wer schneller lernt, gewinnt
Künstliche Intelligenz ersetzt den Menschen nicht. Sie unterstützt ihn dabei, bessere Entscheidungen zu treffen und komplexe Zusammenhänge schneller zu verstehen. Genau darin liegt ihr größter Wert für die Automobilindustrie.
Deshalb wird KI zu den prägenden Themen der Internationalen Zuliefererbörse (IZB) 2026 gehören. Hier diskutieren OEMs, Zulieferer und Technologieunternehmen, wie sich Entwicklung, Produktion und Zusammenarbeit mithilfe Künstlicher Intelligenz neu gestalten lassen – und welche Lösungen sich in der Praxis durchsetzen werden.
Road to IZB 2026
Mit der redaktionellen Serie „Road to IZB 2026“ begleitet die Wolfsburg AG als Veranstalter auf OEM&Lieferant die wichtigsten Entwicklungen der internationalen Automobil- und Zulieferindustrie bis zur nächsten Internationalen Zuliefererbörse in Wolfsburg.
Auf der IZB vom 27. bis 29. Oktober 2026 werden diese Themen nicht nur diskutiert, sondern gemeinsam mit den führenden Akteuren der internationalen Automotive-Branche weitergedacht. Wolfsburg wird dabei erneut zum Treffpunkt von Herstellern, Zulieferern, Technologieunternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen – und zum Ort, an dem neue Ideen, Partnerschaften und Lösungen für die Mobilität von morgen entstehen.
Im Mittelpunkt stehen Zukunftstechnologien, Markttrends und die Menschen, Unternehmen und Innovationen, die den Wandel der Branche gestalten.
Weitere Informationen zur IZB 2026 sowie Möglichkeiten zur Teilnahme finden Sie unter: www.izb-online.com
Text und Bild: Wolfsburg AG / IZB (v.i.S.d.P.)

