Fünf Jahre Catena-X – fünf Jahre Anbindungen der wichtigsten OEMs in Deutschland, Zulieferer sowie erste produktive Use Cases. Zeit, um einmal über den Status quo von Catena-X, dem ersten offenen und kollaborative Datenökosystem der globalen Automobilindustrie zu sprechen. Es ermöglicht einen sicheren und souveränen Datenaustausch über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg und über Ländergrenzen hinweg, um Innovation, Nachhaltigkeit und Resilienz zu stärken. Doch jetzt sind die nächsten drei Jahre entscheidend, meint Benedikt Altrichter von MHP. Er ist Senior Manager im Bereich der Technologiestrategie und der industriellen Datenökosysteme bei MHP.
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„Wer Catena-X ignoriert, spart heute vielleicht Projektkosten, zahlt aber morgen höhere Prozesskosten“
Kurz und knapp zusammengefasst: Jetzt kommt es darauf an, die Nutzung in die Breite zu bringen. Das Datenökosystem lebt grundsätzlich von Netzwerkeffekten: Deshalb ist jetzt eine entscheidende Phase, möglichst viele Unternehmen aus der Automobilindustrie von den Mehrwerten zu überzeugen und an das Datenökosystem anzubinden. Benedikt Altrichter geht sogar so weit und sagt, wer Catena-X ignoriert, spart heute vielleicht Projektkosten, zahlt aber morgen höhere Prozesskosten. Gemeint sind steigende Kunden- und Compliance-Anforderungen an Transparenz, Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit. Mit Catena-X gibt es einen gemeinsamen Standard für mehrere Geschäftspartner. So müssen einzelne Daten nicht mehr für jeden OEM zusammengestellt werden. Dadurch sparen OEMs und Zulieferer Zeit, doppelte Arbeit wird reduziert und die Zusammenarbeit beschleunigt. Von welchen weiteren Vorteilen die Unternehmen profitieren und ob Catena-X zum unersetzlichen Industriestandard für die Automobilindustrie werden kann oder nicht, beantwortet Benedikt Alrtichter in einem umfassenden Interview:
Text und Bilder: MHP (v.i.S.d.P.)
