Wer an ein komfortables, modernes Auto denkt, hat oft Bilder von einem intelligent vernetzten Innenraum im Kopf oder davon, wie mit einer bloßen Handbewegung die Autotür geöffnet wird. Doch in einem Fahrzeug stecken mehr Produkte, die entscheidend für Komfort, Effizienz und Leistung sind. Eine dieser Komponenten ist das Kühlerlüftermodul: Als wesentlicher Bestandteil des Thermalmanagements sorgt es für die optimale Temperierung des Motors und bei Elektrofahrzeugen auch der Batterie. Brose ist mit einem Anteil von rund zwanzig Prozent Weltmarktführer in diesem Segment und gibt Einblicke, welches Weiterentwicklungspotential in diesem Produkt steckt.

Die Anforderungen an die Kühlerlüftermodule sind je nach Fahrzeugtyp und Anwendung unterschiedlich. Neben der Kühlung des Verbrennungsmotors ist der Lüfter auch für die Abfuhr der Wärme vom Kondensator oder Gaskühler der Klimaanlage zuständig. Bei Elektrofahrzeugen müssen sie zusätzlich die Batterie temperieren. Weltmarktführer für dieses Produkt ist das Familienunternehmen Brose, das jährlich etwa zwölf Millionen Kühlerlüftermodule für nahezu alle Automobilhersteller weltweit produziert.

Kompakter, leichter und effizienter

Bei der Weiterentwicklung der Kühlerlüftermodule hat Brose kontinuierlich das Gewicht und die Baugröße reduziert und gleichzeitig die Leistung gesteigert. Die aktuelle Generation ist um circa zehn Prozent leichter als die Vorgängerversion. Das konnte unter anderem durch eine optimierte Struktursteifigkeit der Kunststoffteile erreicht werden, indem alternative Materialien eingesetzt und modernste Simulationsmethoden angewendet wurden. Um die erforderliche Luftleistung zu erzielen, nutzt Brose einen Baukasten an unterschiedlichen Antrieben, Flügelrädern und Zargen. Zu einem hohen Modulwirkungsgrad und einer besonders leisen Akustik trägt die Sichelform der Lüfterblätter bei. Das Herzstück des Moduls ist der bürstenlose Antrieb, der das Lüfterrad antreibt. Damit kann ein hocheffizienter Betrieb bei niedrigem Stromverbrauch und geringer Geräuschentwicklung gewährleistet werden. Die integrierte, elektronische Steuerung zur stufenlosen Drehzahlregelung sichert die Zuverlässigkeit und hohe Lebensdauer.

Systemkompetenz erweitert

Das Produktspektrum bei Brose reicht von Modulen mit 300 bis 1.200 Watt elektrischer Leistung – und eignet sich somit für Kleinstwagen bis hin zu schweren SUVs. Je nach geforderter Leistung sind Einzelmodule mit nur einem  Lüfter oder auch Doppelmodule mit zwei Gebläsen verfügbar. Sie können sowohl im Front-End als auch im Radkasten der Vorderräder verbaut werden. Systemanbieter Brose arbeitet kontinuierlich an der Ausweitung des Produktumfangs. Neben dem klassischen Kühlerlüftermodul werden auch Varianten mit integrierten Wärmetauschern und Entkopplungselementen entwickelt und gefertigt. Fahrzeughersteller erhalten so ein Bauteil, welches thermisch und akustisch optimal ausgelegt ist.

Potenzial für zukünftige Innovationen

Effizientes Thermalmanagement spielt auch im Bereich der E-Mobilität eine wichtige Rolle, denn es ist entscheidend für die Batterieleistung und die Reichweite des Fahrzeugs. Im Gegensatz zu denen mit Verbrennungsmotor ist bei batterieelektrischen Autos der Kühlerlüfter hauptsächlich im Stand aktiv: Er temperiert die Batterie während des Ladevorgangs. Brose arbeitet an neuen Lüfterkonzepten, die nicht nur deutlich effizienter, sondern auch leiser als herkömmliche Varianten sind. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz von nachhaltigen Materialien. Durch die Verwendung von Kunststoffen mit Rezyklatanteil kann der CO2-Fußabdruck der Produkte weiter gesenkt werden – ohne Einschränkungen bei Qualität oder Funktionalität.

Autorin:

Marina Schlund

Kommunikation Brose Gruppe