Der Bedarf an schnell verfügbaren Prüflösungen ist speziell in der E-Mobility-Branche hoch. Weiss Technik bietet deshalb für Tests von Lithium-Ionen-Akkus auch mobile Prüfkammern an. Die Plug&Test Labs sind in schnell aufzustellende Container integriert. Ein innovatives Sicherheitskonzept gewährleistet den Brandschutz. 

Typische Anwendungen für die Plug&Test Labs von Weiss Technik sind der kostengünstige Aufbau neuer Teststandorte, die schnelle Erweiterung bestehender Prüfkapazitäten sowie der kurzfristige Ersatz für ausgefallene Anlagen. Die Plug&Test Labs bieten neben höchstem Prüfkomfort eine Sicherheitsausstattung gemäß Hazard Level 6. Hersteller und Zulieferer der E-Mobility-Branche gewinnen mit diesen Anlagen eine komplett neuartige Flexibilität.

Die verwendeten Standardcontainer haben eine Länge von zwölf Metern und werden per Sattelschlepper angeliefert. Sie bieten eine Laborfläche von etwa 30 m2. Klimatechnisch voll ausgestattet, realisiert der Plug&Test Lab Temperaturen von -40°C bis +80 °C und eine Temperaturwechselrate von 3 K/min. Es lassen sich Luftfeuchtigkeiten von 10% bis 95% relativer Feuchtigkeit simulieren. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von kurzen End-of-Line-Prüfungen über Prototypen-Tests bis zu Langzeiterprobungen. Die Anlagen ermöglichen alle normgerechten Temperatur- und Klimatests an Fahrzeugbatterien.

Verschiedene Löschsysteme zur Auswahl

Eine der technischen Herausforderungen für Prüfanlagen von Lithium-Ionen-Akkus ist der Brand- und Explosionsschutz. Defekte oder überlastete Hochvoltbatterien können Feuer fangen. Die Plug&Test Labs sind daher mit Sicherheitssystemen gemäß Hazard Level 6 (Batteriebruch, herumfliegende Teile) ausgerüstet. Die Detektion von Feuer erfolgt frühzeitig durch Kameras, Gassensoren und Temperaturfühler. Ein Brand aktiviert automatisch die Löschanlage. Für deren technische Lösung stehen je nach Kundenspezifikation verschiedene Techniken zur Auswahl: Stickstoffinertisierung, Sprühdüsen mit Wasser, die Flutung der Prüfkammer oder ein Löschsystem mit Hochdruck-Wassernebel, der sich sekundenschnell in der Prüfkammer ausbreitet und eine starke Kühlwirkung entfaltet. Die passende Lösung wird individuell nach Kundenwunsch konfiguriert.

Die Container selbst sind druckverstärkt. Entlastungsklappen sowie eine Berstscheibe leiten kontrolliert Gase aus, falls es zu einem Überdruck kommt. Alle Kabel- und Schlauchdurchführungen sind durch gesicherte Silikonstopfen und Blenden geschützt. Ein geschlossener Siphon verhindert, dass bei hohem Druck Gase in die Kanalisation entweichen.

Quelle: Weiss Technik GmbH (V.i.S.d.P.)

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Bild: Weiss Technik GmbH, own image

Die Plug&Test Labs sind mit Sicherheitssystemen gemäß Hazard Level 6 ausgerüstet. Die Detektion von Feuer erfolgt frühzeitig und aktiviert bei einem Brand automatisch die Löschanlage.

Die Weiss Technik Unternehmen

Zu den Weiss Technik Unternehmen gehören die Produktbereiche Umweltsimulation, Wärmetechnik, Klimatechnik und Pharmatechnik (www.weiss-technik.com). Kunden erhalten Lösungen und Produkte, die in Forschung und Entwicklung sowie bei Fertigung und Qualitätssicherung eingesetzt werden. Eine starke Vertriebs- und Serviceorganisation mit 22 Gesellschaften in 15 Ländern an 40 Standorten betreut die Kunden und sichert den Betrieb der Systeme – rund um den Globus. Die Weiss Technik Unternehmen sind Teil der in Heuchelheim bei Gießen ansässigen Schunk Group.

Schunk Group
Die Schunk Group ist ein globaler Technologiekonzern. Das Unternehmen ist ein führender Anbieter von Produkten aus Hightech-Werkstoffen – wie Kohlenstoff, technischer Keramik und Sintermetall – sowie von Maschinen und Anlagen – von der Umweltsimulation über die Klimatechnik und Ultraschallschweißen bis hin zu Optikmaschinen. Die Schunk Group hat rund 9.000 Beschäftigte in 29 Ländern und hat 2020 einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro erwirtschaftet.