Road to IZB 2026
Software ist heute der wichtigste Innovationstreiber des Automobils. Während Fahrzeuge über Jahrzehnte vor allem durch ihre mechanischen Eigenschaften geprägt wurden, steht heute die Software im Mittelpunkt. Sie entscheidet über Funktionen, Nutzererlebnis, Updatefähigkeit und die Geschwindigkeit, mit der Innovationen auf die Straße kommen. Das Software Defined Vehicle (SDV) beschreibt diesen Paradigmenwechsel – und verändert Entwicklung, Wertschöpfung sowie die Zusammenarbeit entlang der gesamten Lieferkette.
Software wird zur Fahrzeugplattform
Hersteller und Zulieferer richten ihre Entwicklungsprozesse längst an Softwareplattformen aus. Software bildet die Grundlage moderner Fahrzeugarchitekturen, auf denen Fahrerassistenzsysteme, Infotainment, Energiemanagement oder Over-the-Air-Updates zusammengeführt werden. Gleichzeitig ersetzt eine neue Generation leistungsfähiger Zentralrechner die Vielzahl einzelner Steuergeräte. Hard- und Software entstehen nicht mehr nacheinander, sondern werden von Beginn an gemeinsam entwickelt. Virtuelle Entwicklungs- und Testumgebungen gehören heute zum Standard. Software wird validiert, bevor erste Prototypen verfügbar sind. Das verkürzt Entwicklungszeiten, reduziert Fehler und hilft, die wachsende Komplexität moderner Fahrzeugsysteme zu beherrschen.
Wettbewerb entsteht im Ökosystem
Mit dem SDV verschiebt sich die Wertschöpfung. Hardware bleibt unverzichtbar, ihre Differenzierung entsteht jedoch zunehmend durch Software. Für Zulieferer reicht es deshalb nicht mehr aus, einzelne Komponenten zu liefern. Gefragt sind integrierte Lösungen aus Hard- und Software sowie Kompetenzen in Softwareentwicklung, Halbleitertechnologie, Cyber-Security, funktionaler Sicherheit und Künstlicher Intelligenz. Wer diese Fähigkeiten beherrscht, entwickelt sich vom Komponentenlieferanten zum Technologiepartner.
Gleichzeitig verändert das SDV die Zusammenarbeit innerhalb der Branche. Neben den klassischen Tier-1-Zulieferern prägen Softwareunternehmen, Halbleiterhersteller, Cloud-Anbieter und KI-Spezialisten die Entwicklung neuer Fahrzeugplattformen. Innovation entsteht heute in vernetzten Ökosystemen, in denen Hersteller und Technologiepartner Verantwortung über Unternehmensgrenzen hinweg teilen und gemeinsam neue Lösungen entwickeln.
Das Software Defined Vehicle ist kein Zukunftsthema mehr. Es definiert bereits heute, wie Fahrzeuge entwickelt werden und welche Unternehmen im internationalen Wettbewerb erfolgreich sind. Entsprechend wird das SDV zu den prägenden Themen der Internationalen Zuliefererbörse (IZB) 2026 in Wolfsburg gehören. Dort treffen sich Hersteller, Zulieferer und Technologieunternehmen, um genau die Technologien, Partnerschaften und Geschäftsmodelle zu diskutieren, die die Mobilität von morgen prägen.
Road to IZB 2026
Mit der redaktionellen Serie „Road to IZB 2026“ begleitet die Wolfsburg AG als Veranstalter auf OEM&Lieferant die wichtigsten Entwicklungen der internationalen Automobil- und Zulieferindustrie bis zur nächsten Internationalen Zuliefererbörse in Wolfsburg.
Auf der IZB vom 27. bis 29. Oktober 2026 werden diese Themen nicht nur diskutiert, sondern gemeinsam mit den führenden Akteuren der internationalen Automotive-Branche weitergedacht. Wolfsburg wird dabei erneut zum Treffpunkt von Herstellern, Zulieferern, Technologieunternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen – und zum Ort, an dem neue Ideen, Partnerschaften und Lösungen für die Mobilität von morgen entstehen.
Im Mittelpunkt stehen Zukunftstechnologien, Markttrends und die Menschen, Unternehmen und Innovationen, die den Wandel der Branche gestalten.
Weitere Informationen zur IZB 2026 sowie Möglichkeiten zur Teilnahme finden Sie unter: www.izb-online.com
Text und Bild: Wolfsburg AG/IZB (v.i.S.d.P.)

