12 Montage auf die Steuergeräte zu übertragen. Allerdings entscheidet nicht allein die maximale Übertragungsgeschwindigkeit über einen effizienten Flashprozess. Ebenso wichtig ist die Frage, wann, wo und unter welchen Randbedingungen Software in die Steuergeräte übertragen wird. Um diese Anforderungen zu erfüllen, wird der Flashprozess in der Produktion in mehrere Schritte aufgeteilt: das Off-LineFlashen und das In-Line-Flashen. Beim „Off-Line-Flashen“ werden große Datenpakete bereits vor der Integration in das Fahrzeug auf die Steuergeräte übertragen, beispielsweise in separaten Flashstationen oder Vorbereitungszonen. Da dieser Prozess unabhängig von der Fahrzeuglinie erfolgt, unterliegt er nicht IT und Automotive Flashen in der Produktion Von Mario Borkowski, Senior Sales Manager, Softing Automotive Electronics GmbH Wenn wir unser Fahrzeug starten, erwarten wir, dass alles reibungslos funktioniert. Der Motor läuft rund, das Navi weist uns den Weg, Spurassistent und weitere Fahrhilfen warten nur auf ihren Einsatz. Damit diese Systeme zuverlässig zusammenarbeiten, genügt es nicht, die richtige Hardware zu verbauen. Entscheidend ist, dass auf jedem Steuergerät die richtige Softwareversion installiert ist. Steuergeräte bilden im Fahrzeug ein Netzwerk. Dieses Netzwerk hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend weiterentwickelt. Während eine verteilte Architektur mit zentralem Gateway heute den Standard bildet, kommen Domain-Architekturen mit zentralisierten Funktionen bereits in Serienfahrzeugen zum Einsatz. Gleichzeitig halten erste zonale Architekturen Einzug in die Fahrzeugentwicklung und ebnen den Weg zum Software Defined Vehicle . Diese Entwicklung verändert nicht nur die Fahrzeugarchitektur, sondern auch die Anforderungen an Diagnose- und Flashprozesse. Mit jeder neuen Fahrzeuggeneration wächst der Softwareumfang erheblich. Softwarepakete mit einem Gesamtumfang von 60 GByte und mehr pro Fahrzeug sind zukünftig keine Ausnahme. Damit wird das Flashen zu einer zentralen Herausforderung im Fahrzeuglebenszyklus. Während sich über CAN lediglich rund 23 kByte/s übertragen lassen, sind über DoIP bereits rund 11 MByte/s erreichbar. Diese Werte basieren auf Messungen unter Praxisbedingungen und zeigen die Größenordnung der tatsächlich erreichbaren Flashraten. Betrachtet man die Taktzeiten in der Fahrzeugproduktion, wird deutlich, dass die Produktionsstrukturen nicht in jedem Fall darauf ausgelegt sind, sämtliche Softwareumfänge erst während der Bilder: © Softing Automotive Electronics
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