OEM&Lieferant Ausgabe 2/2026

13 Abbildung 1: Softing Automotive Electronics OBD-Unterstützung über den gesamten Lebenszyklus Abbildung 1: Fahrzeugarchitektur im Wandel Abbildung 2: Softing Multiflash Unit mit vier VIN|ING 2000 und vier TCS den Taktzeiten der Montage. Durch den direkten Zugriff auf die Steuergeräte können in einer Flashstation mehrere Steuergeräte gleichzeitig programmiert werden. In einem Kundenprojekt mussten unter großem Zeitdruck 4.000 Steuergeräte erneut geflasht werden. Die Flashzeit pro Steuergerät betrug 20 Minuten. Durch die gleichzeitige Programmierung von acht Steuergeräten reduzierte sich die Gesamtflashdauer von acht Wochen auf eine Woche. Als „In-Line-Flashen“ wird das Pro- grammieren von Steuergeräten wäh- rend der Fahrzeugmontage bezeichnet. Kennzeichnend sind die taktgebundene Produktion, eng begrenzte Zeitfenster und Steuergeräte, die nur während bestimmter Montageabschnitte unter Spannung stehen. Unterbrechungen oder Wiederholungen eines Flashvorgangs wirken sich unmittelbar auf den Produktionsablauf aus. Während des In-Line-Flashens werden nur Datenmengen in die Steuergeräte geschrieben, die in den vorgesehenen Bandtakten sicher programmiert werden können. Das können ganze Softwarestände sein, bei wenigen kurzen Bandtakten aber auch nur Codierstrings zur Freischaltung von Fahrzeugvarianten. Neben der Programmierung der Steuergeräte spielt beim In-Line-Flashen auch die Bereitstellung der Flashdaten eine entscheidende Rolle. Da auf einer Produktionslinie unterschiedliche Fahrzeugvarianten parallel gefertigt werden, muss das jeweils fahrzeugspezifische Softwarepaket zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Fahrzeug verfügbar sein. Ein Vehicle Interface mit lokalem Datenspeicher ermöglicht eine deterministische Bereitstellung der Flashdaten, ohne während des Flashvorgangs auf eine kontinuierliche Datenübertragung über das Produktionsnetzwerk angewiesen zu sein. Gleichzeitig kann das Vehicle Interface seine Datenbestände kontinuierlich mit dem Backend synchronisieren, sodass stets aktuelle Softwarestände zur Verfügung stehen. Das Softing SVI  (Smart Vehicle Interface) setzt dieses Konzept durch die Kombination aus lokalem Datenspeicher und kontinuierlicher BackendAnbindung um. Flash- und Updateprozesse beeinflussen Durchlaufzeiten, Prozessstabilität, Wiederanlaufquoten sowie Variantenkonsistenz und sind damit zu einem produktionskritischen Faktor geworden. Leistungsfähige, skalierbare Flashkonzepte schaffen die technische Grundlage und ermöglichen auch bei steigenden Softwareumfängen effiziente, sichere und wirtschaftliche Flashprozesse. https://automotive.softing.com 

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