OEM&Lieferant Ausgabe 2/2018 / OEM&Supplier Edition 2/2018
61 EJOT GmbH & Co. KG www.industrie.ejot.de Nutzen für den industriellen Anwender Das innovative Fügeverfahren EJOWELD ® er- öffnet verbindungstechnischen Anwendern den Einsatz neuer Materialien und Material- dickenkombinationen, von denen sie bisher noch Abstand nehmen mussten. Damit besteht insbesondere für Karosserieent- wickler die Möglichkeit, metallurgisch unter- schiedliche Werkstoffe mit hoher Festigkeit re- produzierbar zu fügen. Dabei kann mit lediglich zwei bis drei Arten von Verbindungselementen eine große Anzahl der in der Automobilindus- trie üblichen Materialkombinationen für Misch- bauweise gefügt werden. Anwender profitieren darüber hinaus von der kurzen Prozesszeit (ca. 0,7-1,8 Sekunden pro Fügepunkt), der leichten Adaptierbarkeit an unterschiedliche Werkstoffe und Werkstoff- dicken der Fügepartner sowie von der hohen Energieeffizienz gegenüber hydraulisch, pneu- matisch oder elektrisch betriebenen Fügever- fahren. Weitere Vorteile ergeben sich aus der masse- und störkantenoptimierten Bauart des serienerprobten Reibelementsetzgerätes, die den Einsatz am Roboter und in beengten Ka- rosseriestrukturen ermöglicht. Für das EJOWELD ® Fügeverfahren ist ein so genannter „Application Check“ erhältlich, der es dem verbindungstechnischen Anwender er- möglicht, eine allgemeine Aussage zur Mach- barkeit der individuellen Fügeaufgabe zu tref- fen. Dabei ist grundlegend zu unterscheiden, welche Materialien und Dicken verwendet werden sollen und welcher Bauraum zur Ver- fügung steht. Nach erforderlicher Registrie- rung auf der EJOT Website unter „CAD & mehr“ können Kunden diesen Berechnungsser- vice direkt online nutzen. Qualität des Verfahrens Die Online-Prozesskontrolle, mit seiner sehr hohen Abtastrate von Messwerten, ermöglicht ein dynamisches Steuerungs- und Regelungs- konzept, welches eine Qualitätsrate größer 99,995 Prozent sicherstellt. Alle Einflüsse wer- den somit detektiert, ausgewertet und der Fü- geverlauf entsprechend angepasst. Die Verbin- dungstechnik-Spezialisten von EJOT haben zur Bewertung der gesamten Mischbauverbindung einen so genannten „Verbindungsgütefaktor“ entwickelt, anhand dessen die Gebrauchswert- eigenschaften der Fügestelle einer Validierung unterzogen werden können. Als zerstörungs- freie Prüfmethode kann auch die Ultraschall- prüftechnik angewendet werden. Weitere Einsatzmöglichkeiten EJOWELD ® ist primär auf den Herstellungspro- zess von Bauteilen beziehungsweise Baugrup- pen für die Automobilindustrie ausgerichtet. Das Verfahren kann aber selbstverständlich auch für andere blechverarbeitende Betriebe von Inte- resse sein, in denen Potenziale für eine Optimie- rung der Wertschöpfungskette ausgeschöpft werden sollen. Eine besondere Anwendungs- möglichkeit für EJOWELD ® besteht darüber hin- aus in Produktionsprozessen, in denen eine energieeffiziente Fügetechnik notwendig ist, da mit dem Reibelementschweißen für 1.000 Füge- punkte lediglich die elektrische Energie von ca. einer Kilowattstunde benötigt wird. * Usibor ® ist ein eingetragenes Warenzeichen der ArcelorMittal, Luxembourg. EJOWELD ® Fügeprozess Webseite
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