OEM&Lieferant Ausgabe 2/2026

34 Verbindungstechnik Präzision trifft Effizienz Der SPREDLOC Expansionsbolzen im Zusammenspiel mit der RIVKLE Automation E Von Annette Löwen, Teamleitung Marketing Deutschland PFM, Böllhoff Verbindungstechnik GmbH Mit SPREDLOC und der RIVKLE Automation E präsentiert Böllhoff zwei aufeinander abgestimmte Lösungen für moderne Leichtbau- und Produktionsanforderungen. Während SPREDLOC verschleißfreie und belastbare Gewinde in hochwertigen Leichtbaustrukturen ermöglicht, sorgt die RIVKLE Automation E für hohe Produktivität, Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit bei der Verarbeitung von SPREDLOC Expansionsbolzen. Die Entwicklung war von Beginn an kundenorientiert angelegt. Im Rahmen eines agilen Entwicklungsprozesses und unter Einsatz von Design Thinking wurden zu Beginn zahlreiche Kunden zu ihren Anforderungen und Herausforderungen befragt. Dabei standen Themen wie eine einfache und schnelle Montage sowie die sichere Anwendbarkeit in verschiedenen Polymeren ohne Rissbildung im Mittelpunkt. Auf Basis dieser Erkenntnisse entwickelte man in crossfunktionalen Teams unterschiedliche Lösungsansätze. Aus einer dieser Ideen ging schließlich SPREDLOC hervor. Mit SPREDLOC erweitert Böllhoff sein Portfolio um einen Gewindebolzen, der speziell für den Einsatz in hochwertigen Leichtbaustrukturen entwickelt wurde. Dieser Expansionsbolzen erzeugt verschleißfreie und belastbare Gewinde und eignet sich für zahlreiche Leicht- bauwerkstoffe – darunter verschiedene Polymere, Aluminium und Magnesium. Damit ist die neue Verbindungslösung besonders für Strukturbauteile in unterschiedlichen Industriesektoren interessant, etwa in der Automotive- und Nutzfahrzeugindustrie. Ein wesentlicher Vorteil von SPREDLOC liegt in der nachträglichen Montage. Die Elemente sind so konzipiert, dass das Aufnahmebauteil lediglich von einer Seite zugänglich sein muss. Dieses „blinde“ Setzverfahren ermöglicht eine einfache Integration auch in anspruchsvollen Einbausituationen. Voraussetzung ist lediglich eine Materialdicke oder Domhöhen ab 6 mm; ein zusätzliches Aufnahmegewinde ist nicht erforderlich. Darüber hinaus ist seine Vielseitigkeit hervorzuheben. Während viele Gewindebolzen für Leichtbaumaterialien nur für einzelne Werkstoffgruppen ausgelegt sind – etwa für Aluminium- und Metalllegierungen oder für Kunststoffe –, lässt sich SPREDLOC in beiden Werkstoffbereichen einsetzen. Konstruktiv wurde ebenfalls ein neuer Weg eingeschlagen: Im Unterschied zu früheren einteiligen Elementen besteht das Verbindungselement aus zwei vormontierten Komponenten – einem Bolzen und einer zu expandierenden Hülse. Diese Bauweise ermöglicht eine gezielt robustere Auslegung des Bolzens und steigert so die Leistungsfähigkeit des Gesamtelements deutlich. Für die Verarbeitung wird SPREDLOC in eine vorbereitete Aufnahmebohrung eingesetzt, die vorgeformt oder mit handelsüblichen Bohrern erzeugt werden kann. Beim Setzvorgang weitet sich die Hülse definiert radial auf und verankert sich formschlüssig in der Bohrungswandung. In Verbindung mit Einbauprinzip am Beispiel Durchgangsbohrung Bilder: © Böllhoff

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