28 labor. Extraktionsverfahren mit mikroskopischer Auswertung nach VDA 19.1, REM-EDX (Rasterelektronenmikroskopie mit Röntgenanalyse) zur Materialidentifikation, Infrarot-Spektroskopie für organische Rückstände – das Methodenarsenal ist breit. Ergänzt wird es durch interne Schnelltests zur laufenden Überwachung direkt im Produktionsumfeld. Sauberkeit als Wettbewerbsmerkmal Die Fahrzeuge werden komplexer, die Toleranzen enger, die Systeme empfindlicher. Technische Sauberkeit ist deshalb kein Prüfschritt, sondern ein Prozessmerkmal. Schreiner ProTech baut sie dort ein, wo Partikel entstehen – und nicht erst dort, wo sie auffallen. www.schreiner-group.com Märkte https://t1p.de/lpct5 Produkte https://t1p.de/bym50 Produkte und Märkte Reinraum allein reicht nicht: Sauberkeit von Anfang an Von Dr. Manuel Ulmer, Leiter Technische Sauberkeit Schreiner Group Ein einziger Metallpartikel, kleiner als ein menschliches Haar, kann in einem Batteriegehäuse einen Kurzschluss auslösen. In der Leistungselektronik moderner Elektrofahrzeuge reicht das aus, um ein Bauteil unbrauchbar zu machen – oder schlimmer: um es im Feld zu gefährden. Schreiner ProTech hat daraus eine Konsequenz gezogen: Technische Sauberkeit nicht am Ende der Linie zu prüfen, sondern von Anfang an einzubauen. Die Automobilindustrie verschärft ihre Anforderungen: Während ISO 16232 und VDA 19.1 die Prüfung der partikulären Technischen Sauberkeit von Bauteilen und Systemen beschreiben, ergänzt die VDA 19.2 den Blick auf Montageumgebung, Logistik, Personal und Montageeinrichtungen. Doch viele Unternehmen antworten darauf mit dem klassischen Reflex: mehr Reinraum, mehr Schutzkleidung, mehr bauliche Maßnahmen. Das kostet – und löst das eigentliche Problem oft nicht. Denn gerade in sauberkeitssensiblen Prozessen entsteht kritische Kontamination häufig nicht primär durch die Raumluft, sondern direkt im Prozess – etwa durch Bearbeitung, Handling, Montage, Reibung oder Materialkontakt. Der Partikel sitzt an der Maschine, nicht an der Wand „Kontamination entsteht in den meisten Fällen nicht durch den Raum selbst, sondern direkt im Fertigungsprozess“, erklärt Dr. Manuel Ulmer, Leiter Technische Sauberkeit bei der Schreiner Group. „Entscheidend ist daher, Partikel möglichst nah an ihrer Entstehungsquelle zu vermeiden oder zu entfernen.“ Das klingt simpel. Ist es aber nicht, denn es erfordert ein grundsätzliches Umdenken: weg von der Reinraum-Architektur, hin zur prozessintegrierten Sauberkeit. Genau hier setzt Schreiner ProTech an. Das Unternehmen hat eine Bahnreinigungstechnologie adaptiert, die unmittelbar in den laufenden Fertigungsprozess integriert wird. Das System arbeitet maschinenbezogen, ist skalierbar und entfernt Partikel direkt an der Materialbahn – also genau dort, wo sie entstehen oder anhaften. Keine Umwege über die Raumluft, keine nachgelagerte Reinigung. „Diese Form der Bahnreinigung“, so Ulmer, „ist aktuell in dieser spezifischen Anwendung nicht am Markt etabliert und stellt für uns ein Alleinstellungsmerkmal dar.“ Ein Alleinstellungsmerkmal, das auf handfester Entwicklungsarbeit beruht: Rund 600 Proben unterschiedlichster Roh- und Fertigmaterialien wurden in der hauseigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung analysiert. Dass vergleichbare Reinigungskonzepte in der Batteriezellfertigung bereits erfolgreich eingesetzt werden, zeigt: Der Ansatz ist industrietauglich. Sauberkeit auf allen Ebenen Doch prozessnahe Reinigung allein genügt nicht. Schreiner ProTech kombiniert die neue Technologie deshalb mit kontrollierten Fertigungsbedingungen und eigener Analysekompetenz. Im Prozesscenter DAE in Oberschleißheim entstehen Druckausgleichselemente (DAE) unter ISO-7-Reinraumbedingungen gemäẞ DIN EN ISO 14644. DAE HighProtect-Produkte werden zusätzlich nach VDA 19.2 hergestellt und sind damit für Anwendungen mit erhöhten Sauberkeitsanforderungen in Batteriegehäusen und Leistungselektronik ausgelegt. Zur Absicherung betreibt Schreiner ProTech zusätzlich ein eigenes Analyse- Bilder: © Schreiner Group Reinheit als Prozessmerkmal: Dr. Manuel Ulmer, Leiter Technische Sauberkeit, sorgt dafür, dass Sauberkeit von Beginn an mitgedacht wird. Gibt Fasern und Partikeln keine Chance – die Bahnreinigungsanlage bei der Schreiner Group.
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