Unternehmen & Trends - Ausgabe 1/2018

Holger Neumann berichtet aus seiner Zeit als Gruppenleiter der Software Development Gruppe im Bereich Chipkarte: „Immer mehr der jungen Väter in meinem Team nahmen Elternzeit in Anspruch. Beim Wiedereinstieg haben einige ihre Arbeitszeit reduziert und Teilzeit gearbeitet – das ist also keinesfalls länger nur ein ‚Frauenthema‘.“ Er selbst war Anfang 2014 dann auch für neun Monate in Elternzeit. Seit seiner Rückkehr ist der Director „Agile & Software“ als Experte für Software Organisationen und die weitere Einführung und Verbreitung der Agilen Me- thoden wie SCRUM, SAFe und Kanban im gesamten Unternehmen zuständig. Die flexiblen Arbeitszeiten helfen ihm, berufli- che Ziele und Familie unter einen Hut zu brin- gen. Stechuhren und Stempelkarten gehören bei Infineon München längst der Vergangen- heit an. Vertrauensarbeitszeit heißt das Stich- wort. Entscheidend ist nicht, wann und wo gearbeitet wird, sondern dass das Ergebnis stimmt. Deshalb begleitet den engagierten Vater auch kein Stirnrunzeln, wenn er sich hin und wieder zeitig auf den Weg macht, um sich um die Kinder zu kümmern. Telearbeit ist dank moderner IT-Infrastruktur bei dem Hightech-Unternehmen ebenfalls kein Prob- lem. Per Laptop und Mobiltelefon kann jeder von zu Hause aus den persönlichen Kontakt zu den Kollegen halten und bei allen Arbeits- prozessen live dabei sein, wenn es mit den betrieblichen Anforderungen vereinbar ist. Das bewährt sich nicht nur, wenn ein Kind mal Masern oder Windpocken hat. Auch kin- derlose Kollegen nutzen diese Freiheit gern. Am Dresdner Standort, ebenso wie in War- stein, weichen die Mitarbeiter bei akutem Betreuungsausfall auch mal auf das Eltern- Kind-Büro aus. Bereits die Schwangerschaft wirbelt das Berufsleben durcheinander. Die werden- de Mutter wie auch ihre Vorgesetzten sind unsicher, wie viel Zeit das Kind für berufli- ches Engagement lassen wird. Umso über- raschter war Grit Sommer, als sie während ihrer Schwangerschaft von Infineon einge- stellt wurde. „Da wusste ich – das ist die richtige Firma für mich. Hier wird meine Fachexpertise geschätzt und gleichzeitig die Vereinbarkeit von Beruf und Familie groß geschrieben“, er- innert sie sich an ihr Bewerbungsgespräch. Die typische Entweder-Oder-Entscheidung, also Kinder oder Karriere, blieb ihr erspart. Besonders entlastete sie die Ferienbetreu- ung am Firmensitz in München. „Meiner Tochter hat es riesigen Spaß gemacht. Und ich kann auch als zweifache Mutter meiner Führungsrolle im Job gerecht werden“, sagt die Ingenieurin. Infineon Mitarbeiter erhalten auch leichter einen Kita-Platz. Seit 2006 unterhält das Unternehmen in der Zentrale eine Firmen- Kita mit mittlerweile 220 Plätzen. Die langen Öffnungszeiten bis 18 Uhr helfen Eltern, Job und Familie entspannt zu vereinbaren. Auch bei Infineon in Villach gibt es eine Kita mit flexiblen Öffnungszeiten. An anderen großen Standorten wie Dres- den und Regensburg arbeitet Infineon eng mit Kindergärten in der Nähe zusammen. In Notfällen hilft die betriebliche Sozialberatung bei der Vermittlung von Tagesmüttern oder anderen Betreuungsmöglichkeiten. Für sei- ne familienfreundliche Personalpolitik erhielt Infineon das Zertifikat „audit berufundfamilie“ des Bundesfamilienministeriums. Die Mitar- beiter und Mitarbeiterinnen wissen das zu schätzen und finden, Infineon ist ein „Great Place to Work“. Gerti Höglauer y Familie und Karriere bei Infineon Technologies Tagtäglich gelebte Realität für Mütter und Väter Mit umfangreicher Kinderbetreuung und flexiblen Arbeitsmodellen reagiert Infineon Technologies nicht nur auf die Bedürfnisse seiner weiblichen, sondern auch der männlichen Talente. Die problemlose Rückkehr an den Arbeitsplatz steht hier nicht nur auf dem Papier. Bilder: © Infineon Karriere bei Infineon www.infineon.com/careers Webseite 48  Unternehmen & Trends

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