Unternehmen & Trends - Ausgabe 1/2018
Besonders zielführend ist der RPA Einsatz bei repetitiven Prozessen wie etwa Accounting, Financial, Supply Chain Management, Hu- man Capital Management, Procurement und Customer Engagement. Gerade Prozesse wie die elektronische Rechnungseingangsverar- beitung, die sich durch eine hohe Standar- disierung und entsprechende Volumina aus- zeichnen, bieten ein hohes Potenzial für den Einsatz von RPA. Mit dem Einzug der RPA im Accounting wird es zum Beispiel möglich, über die Realisierung reiner Kostenvorteile hi- naus, Daten- und Prozessqualität sowie die Bearbeitungsgeschwindigkeit maßgeblich zu steigern. Großes Rationalisierungspotenzial bei repetitiven Prozessen Ein vergleichbares Rationalisierungspoten- zial gilt für den Bereich Support. Supportan- fragen können heute per Fax, Telefon, E-Mail, Live-Chat oder Messenger eintref fen. Support-Mitarbeiter nehmen die Anfragen innerhalb der Bearbeitungszeiten entge- gen und legen dazu passende Tickets an. Notwendige aber fehlende Informationen müssen direkt beim Endkunden erfragt oder aus anderen Systemen manuell extrahiert werden. Ist das Ticket vollständig erfasst, wird es durch den Fallmanager klassifiziert. Im darauffolgenden Workflow wird es auf Basis der Klassifizierung automatisiert ei- nem Bearbeiter zugewiesen. Während des gesamten Bearbeitungsprozesses werden Statusinformationen im Hintergrund doku- mentiert. Diese Informationen werden zur Überwachung des Prozesses durch den Fallmanager, welcher für die Einhaltung von Service-Level-Agreements und den Abschluss des Supportfalls verantwortlich ist. Durch den Einsatz von RPA und intel- ligenten Workflow-Bots kann der Support- prozess End2End automatisiert werden. Alle eingehenden Anfragen werden durch First-Level-Support-Bots 24/7 entgegenge- nommen. Sie verstehen natürliche Sprache analog zu Siri, Alexa oder Google Assistant und können auf natürliche und intuitive Art und Weise mit dem Anwender kommuni- zieren. Dabei kennen sie insbesondere den aktuellen Status einer Anfrage und können Auskunft zum aktuellen Status der Prozess- bearbeitung geben. Daten können dabei aus vorhandenen Systemen ohne Schnitt- stellen entnommen werden, nutzt doch der Roboter die Benutzeroberfläche zum Extra- hieren der Daten. Softwareroboter übernehmen Routineaufgaben Fazit: Einfache RPA Systeme können sich wiederholende Routineaufgaben nachahmen und beliebig oft replizieren, indem sie Anwen- derinteraktionen über vorhandene Software- und Benutzerschnittstellen automatisiert erfassen, extrahieren und selbst ausführen. Prozess- und regelbasierte Systeme steuern dabei den Bearbeitungsprozess. Auch mit der Scheer BPaaS Plattform können so sich wie- derholende Routineaufgaben automatisiert werden. Dabei werden die Routineaufgaben als sofort ausführbarer Prozess definiert. Die Plattform übernimmt dabei auch die Orches- trierung von kognitiven, also intelligenten RPA-Bots für komplexere Prozessanforde- rungen. y RPA: Steigerung der Prozess- effizienz durch Reduzierung manueller Prozesse Neue Innovationsstufe der Geschäftsprozessautomatisierung eröffnet Unternehmen vielfältige Chancen Von Mario Baldi, CEO, Scheer GmbH Mit Robotic Process Automation (RPA) wird ein neuer Weg zur Automatisierung von Geschäftsprozessen eingeschla- gen, der ein hohes Rationalisierungspotenzial eröffnet. Bereits heute hat RPA einen professionellen Entwicklungsstand erreicht und kann seinen Erfolg durch Kosteneinsparung, Zeitverkürzung und Qualitätsverbesserung von Geschäfts- prozessen in der Praxis nachweisen. RPA meets Process Mining http://t1p.de/jdus Mario Baldi, CEO Scheer GmbH Scheer GmbH www.scheer-group.com Webseiten Bild: © Scheer GmbH 28  Unternehmen & Trends
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