Immobilien Business & Trends

IMMOBILIEN BUSINESS & TRENDS 27 der Fernbahnhof Altona, wie die Bahn es sich vorstellt, bis 2020 nach Norden an den S-Bahnhof Diebsteich, wird ein 75 Hektar großes Areal für Wohnen und Arbeiten frei. Immerhin 13 Hektar am Ostrand sollen auch ohne Bahnhofs- Verlegung entwickelt werden; ab 2012 rollen die Bagger. NACHHALTIGE STADTENTWICKLUNG IST PROGRAMM Hamburgs Vorzeigeprojekt bleibt die HafenCity – bei Wohn- und Gewerbe- immobilien. Im Norden und Westen der HafenCity leben bereits über 1.700 Men- schen und 7.200 Arbeitsplätze sind ent- standen. Auf dem Büromarkt hat sich die HafenCity damit endgültig einen Namen gemacht. Ab Herbst 2012 wer- den die neue U-Bahn-Linie 4 und später die Elbphilharmonie das Interesse von Unternehmen und Bevölkerung an der HafenCity weiter steigern. Und mit der Überarbeitung des Masterplans für den Osten der HafenCity wurde sie erstmals bis zu den Elbbrücken zu Ende gedacht. Positiv für den Immobilienstandort Hamburg ist auch die Lage als Verkehrs- knoten und Tor nach Skandinavien. Die Anbindung verbessert sich bald durch die feste Ostsee-Querung zwischen Fehmarn und Dänemark, die bis 2020 fertig sein soll. Dann sparen sich Auto- fahrer und Zugreisende die Fährüber- fahrt zwischen Puttgarden und Rødby- havn und reisen 45 Minuten schneller zwischen Hamburg und Kopenhagen. Sie sind damit nur rund zweieinhalb Stunden unterwegs. Die neue Verkehrs- ader gibt auch der Immobilienwirtschaft Impulse. Vor allem Logistikimmobilien sind gefragt. METROPOLE AM WASSER MIT HOHER LEBENSQUALITÄT Hamburg punktet als Immobilien- standort national wie international auch durch seine Vorzüge für Unternehmen und Menschen, die heute eine hohe Le- bensqualität erwarten. Die Metropole am Wasser ist ein Magnet für Kreative, in- und ausländische Unternehmer, Tou- risten und nicht zuletzt Studenten. Zum Beispiel verzeichnete die Universität Hamburg mit über 53.000 Bewerbern auf rund 8.500 Studienplätze einen Re- kordansturm. Platz 1 belegte Hamburg 2011 im Bundesländer-Ranking der In- itiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Demnach verzeichnet die Stadt zusam- men mit Berlin den stärksten Beschäf- tigungszuwachs. Auch künftig hält die Dynamik an. Das Statistische Bundes- amt prognostiziert, dass die Hansestadt 2030 bis zu 97.000 mehr Haushalte ha- ben wird als 2009. Dass Hamburg bereits heute gut ab- schneidet, beweisen aktuelle Daten rund um das Thema Immobilien. Die Studie „Emerging Trends 2011“ von Pricewater- houseCoopers sieht Hamburg unter den Top 6 der Immobilien-Investmentziele. Aktuell waren auf dem Investmentmarkt für Wohn- und Geschäftshäuser stei- gende Umsätze sowie Rekordpreise zu verzeichnen: Im ersten Halbjahr 2011 er- höhte sich die Zahl der Verkäufe im Ver- gleich zum Vorjahr um rund 19 Prozent auf 459 Objekte. Das Umsatzvolumen kletterte um 29 Prozent auf 886 Millio- nen Euro und könnte für das Gesamtjahr 2011 die Marke von zwei Milliarden Euro überschreiten. Rekordverdächtig sind die Vermietun- gen im Logistikbereich. Der Umsatz von rund 392.000 m ò im ersten Halbjahr 2011 überstieg den Vorjahreszeitraum um 50 Prozent. Sogar ein Allzeithoch von 800.000 m ò Jahresumsatz scheint 2011 möglich. Auf dem Büromarkt wurden ersten Halbjahr schon 210.000 m ò ver- mietet. Dies entspricht einem Plus von 13,5 Prozent gegenüber dem Vorjahres- zeitraum. Prognosen sehen das Markt- volumen für das gesamte Jahr 2011 bei 450.000 m ò . Unterm Strich glänzt Hamburg nicht nur mit guten aktuellen Zahlen, sondern ist langfristig für eine herausragende Entwicklung im Immo- bilienbereich positioniert. H ERMANN B ACH Quelle: www.mediaserver.hamburg.de/S.Schwarze Quelle: St udio NL-D Hamburg als Mode- und Designmetropole: In der Kreativwirtschaft steckt viel Potenzial für das Wirtschaftswachstum. Das „Haus der Projekte – die mügge“: im Rahmen der IBA 2013 entsteht eine beispielhafte Einrichtung zur beruflichen Qualifizierung.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjUzMzQ=