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Phokatalytische Baustoffe reduzieren gefährliche Stickstoffoxide in Ballungszentren HeidelbergCement Mit gutem Beispiel voran Seit Anfang des letzten Jahres gelten europaweit neue Grenzwerte für das Reizgas Stickstoffdioxid (NO 2 ). Diese Regelung sieht vor, dass die Stickstoff- dioxid unterhalb von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft liegen muss. Lei- der werden die Grenz- und Zielwerte für Luftschadstoffe zum Schutz der menschlichen Gesundheit noch immer überschritten und das ist alarmierend. Der Baustoffhersteller Heidelberg Cement bietet mit TioCem einen Ze- ment an, der Stickstoffoxide nach- weislich abbaut. Der Zement enthält in winzigsten Partikeln ein spezielles Titandioxid, das als Photokatalysator wirkt. Das Titandioxid beschleunigt unter Sonneneinstrahlung den Abbau von Luftschadstoffen wie Stickoxiden. Diese werden an der Betonoberfläche in unschädliches Nitrat umgewandelt, das mit dem nächsten Regen abfließt. Da sich der Photokatalysator nicht ver- braucht, kann sich die Umwandlung der Stickstoffoxide zu Salz unendlich oft wiederholen. Der Dachstein-Hersteller Nelskamp hat als erstes das Potenzial von TioCem er- kannt und auf dieser Basis den Clima Life-Dachstein entwickelt. Doch nicht nur Häuslebauer können mit TioCem Umweltschutz praktizieren. Insbeson- dere an großen Verkehrsadern ist der Einsatz von TioCem sinnvoll – sei es in Fahrbahndecken, Lärm – und Sicht- schutzwänden oder Betonpflasterstei- nen, wie sie mittlerweile einige ausge- wählte, innovative Betonwarenhersteller anbieten. Ein Pilotprojekt startete in der bayerischen Gemeinde Markt-Feucht, wo sich die Gemeindevertretung aus- drücklich für den umweltaktiven Belag ausgesprochen hat, selbst wenn die innovativen Pflastersteine das Stadt- säckel etwas mehr belasten. „Wir hat- ten vor, mit unserer städtebaulichen Sanierung nicht bei reinen Verschöne- rungen stehen zu bleiben“, so der erste Bürgermeister Konrad Rupprecht, „wir wollten von Anfang an auch funktiona- le Verbesserungen erreichen, die unse- re Ortskernsanierung zu einem wirklich nachhaltigen Unternehmen machen.“ Auch in der Autostadt in Wolfsburg, dem 25 Hektar großen Themenpark am Stammsitz des VW-Konzerns, geht man mit dem Pflaster diesen Weg in Rich- tung Umweltschutz. „Nachhaltigkeit und die Verwendung umweltschonen- der Materialien sind seit jeher wichti- ge Themen für die Autostadt“. Daher sieht er es als „eine umweltgerechte Investition in die Zukunft“, sagte Auto- stadt-Geschäftsführer Otto Ferdinand Wachs. Auch in Heidelbergs momentan größtem Bauprojekt, der Bahnstadt“, werden derzeitig erste Wegeflächen mit TioCem-Betonpflastersteinen von Lithonplus belegt. Grundsätzlich kann jedes Betonpro- dukt so hergestellt werden, dass es Stickstoffoxide in seiner Umgebung spürbar verringert. Die Zugabe des Titandioxids hat keinen Einfluss auf die weiteren Gebrauchseigenschaften des Zementes oder Betons. Außer- dem sieht man den Produkten nicht an, dass sie eine photokatalytisch aktive Oberfläche haben, sie sind also nicht von anderen Betonen oder Zementen zu unterscheiden. HeidelbergCement überwacht die photokatalytische Ak- tivität aller Produkte mit dem TX Ac- tive Label und prüft sie folglich auch bei den Endprodukten seiner Kunden. Zusammen mit dem Lizenzpartner Ital- cementi S.p.A. wurden für den Zement wie auch für die Endprodukte strenge Standards definiert: Das Qualitätssie- gel „TX Active“ steht europaweit für dauerhafte photokatalytische Funkti- onalität des Endprodukts. Nicht nur schön, sondern auch nützlich: Die neue Betonbepflasterung in der Autostadt Wolfs- burg sorgt dank dem neuartigen Zement „TioCem“ von HeidelbergCement für eine gezielte Schadstoffreduktion. Bild: HeidelbergCement/Fuchs 10 IMMOBILIEN BUSINESS & TRENDS
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