Dr.-Ing. Axel Müller und Dipl.-Ing. Thomas Rolland, Thomas Magnete GmbH, Herdorf/Germany

Thomas-Ingenieure haben hart dafür gearbeitet, die robuste und kompakte Dosiereinheit P1300 zu entwickeln. Unabhängig vom Motor fördert, pumpt und dosiert die P1300 Fluide, damit Dieselfahrzeuge sauberer (i.S.v. emissionsärmer) fahren – selbst unter kältesten Bedingungen.

Heutzutage müssen Dieselfahrzeuge, ob PKW oder LKW, unschädliche, saubere Abgase ausstoßen, woraus sich für Ingenieure die Herausforderung ergibt, das richtige System zur Reinigung der Abgase für jeden Fahrzeugtypen zu wählen und zu entwickeln. Umweltschutzaspekte, gesetzliche Vorgaben und Motorleistung scheinen sich zu widersprechen, müssen jedoch in Einklang gebracht werden. Die Kombination von hohem Drehmoment, geringen CO2-Emissionen und sauberem Abgas zugleich ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Resultat komplexer mechatronischer Systeme.

Dieses Prinzip gilt in ähnlicher Weise auch für die Transportindustrie und die Mobilhydraulikbranche, wo Dieselfahrzeuge jeweils den Standardantrieb bilden. Zu den Schadstoffen, die im Wesentlichen von Dieselmotoren emittiert werden, gehören Stickoxide und Rußpartikel. Bei der Anwendung der SCR Technologie (SCR = Selective Catalytic Reduction) werden Stickoxide in harmlosen Stickstoff und Wasser umgewandelt. Dafür ist eine präzise Dosierung von Reaktionsmitteln wie AdBlue® nötig. Durch die hochgenaue Zuführung wird ein effektives und umfassendes Abgasnachbehandlungssystem ermöglicht, zugleich werden unerwünschte Chemikalien im Abgas vermieden.

Der deutsche Technologiespezialist und Entwickler mechatronischer Komponenten Thomas entwickelt und fertigt eine breite Palette an hochmodernen Dosiereinheiten und –pumpen für diesen Einsatzbereich. Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung in der Entwicklung und Fertigung elektromagnetischer Aktoren und mehr als 30 Jahren Expertise im Bereich Dosierpumpen, stellt das inhabergeführte Familienunternehmen mit der P1300 eine neue Generation innovativer Dosiersysteme vor. Diese können die erforderliche Menge an Fluiden punktgenau dosieren und fördern. Darüber hinaus sind die Pumpen unter extremen Bedingungen einsetzbar – ohne Gefahr zu laufen, beschädigt zu werden. Die neue Generation von Dosierpumpen wurde intensiv getestet, um vollste Funktionstüchtigkeit unter allen erdenklichen Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Unter anderem wurden die Pumpen Dauerlauftests unterzogen, um sicherzustellen, dass sie mindestens die gleiche Lebensdauer haben, wie die Fahrzeuge (Trucks etc.), in denen sie eingesetzt werden – mit gleichbleibend hoher Qualität hinsichtlich der Dosiergenauigkeit. Die P1300 ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich, mit einer breiten Auswahl an hydraulischen und elektrischen Anschlüssen. Dadurch ist die P1300 die perfekte Wahl für eine ganze Reihe von weiteren Anwendungsbereichen.

Neben AdBlue® können die Dosierpumpen der Thomas-Familie auch Kraftstoffe fördern. Deswegen sind sie besonders gut geeignet, die Herausforderungen auch der zukünftigen Abgasnachbehandlung zu meistern. Durch die fortwährende Absenkung der CO2-Emissionen und die Wirkungsgradoptimierungen der neuesten Motorgenerationen sinkt die Abgastemperatur, die durch geschickt angewendetes Thermomanagement diese anpasst und somit selbst bei kalten Umgebungstemperaturen eine bestens funktionierende Abgasnachbehandlung ermöglicht.. Diese Systeme sind auf präzises Dosieren angewiesen, mit dem Hauptziel, exakt soviel Kraftstoff zu verwenden, wie benötigt wird. Indem die Kraftstoffe unabhängig vom Motor in den Abgasstrang gepumpt werden, wird der Gesamtverbrauch nachhaltig gesenkt und keine Energie verschwendet.

Thomas bietet ein hochintegratives Produkt an, dessen Dosiereinheit nicht nur den Kraftstoff dosiert, sondern zudem noch den erforderlichen Arbeitsdruck generiert. Im Gegensatz zu Systemen, die Dosieren und Fördern voneinander trennen, kann diese hochintegrierte Dosiereinheit ohne weitere Komponenten wie zum Beispiel Sensoren oder Absperrventilen betrieben werden. Das führt dazu, dass elektrische und hydraulische Schnittstellen auf ein Mindestmaß reduziert werden können, was zu einer Minimierung der Kosten für das Gesamtsystem führt. Deswegen ist die innovative P1300 die Voraussetzung, um den scheinbaren Widerspruch bei Diesel-Motoren zwischen Performance und sauberen Abgasen aufzulösen.

(Quelle: OEM & Lieferant, Ausgabe 1/2017)